Bericht "Der Neue Tag" vom 08.10.2013

Deutscher Meister mit "Candy"

Weiden. (dö) Dass Mihai Maldea ein erfolgreicher Reiter ist, bestätigte er bei den deutschen Meisterschaften im norddeutschen Borken. Dort holte er sich den Titel beim Working Equitation, einer in unserer Region eher exotischen Reitsportart. Doch national gibt es schon viele Pferdesportler, die sich diesen anspruchsvollen Aufgaben stellen.

Working Equitation ist eine südeuropäische Arbeitsreitweise und beinhaltet Dressur, Stiltrail, Speedtrail sowie eine Rinderarbeitsprüfung. Der gebürtige Rumäne beherrscht diese Reitweise und holte sich den Meistertitel. Er wurde in der Dressur Dritter, siegte aber in den drei anderen Prüfungen Stiltrail, Speedtrail und Rinderarbeit und setzte sich mit seiner 9-jährigen Quarterhorse-Mix-Stute "Candy" gegen 10 Konkurrenten in der Master-Klasse durch.

Im Stiltrail (auch Dressurtrail) warteten 15 spezielle Hindernisse auf Reiter und Pferd,  wobei auf Dressurlektionen zu achten waren. Das Zeitlimit betrug für den Parcour knapp 7 Minuten. Im Speedtrail waren die Aufgaben ähnlich gestellt, mussten aber in einer wesentlich schnelleren Zeit absolviert werden. Die abschließende Rinderarbeitsprüfung ähnelt den Aufgaben im Westernreiten. Am Ende freute sich der 35-Jährige über den souveränen Titelgewinn.

Der Berufsreiter, der erst seit einigen Monaten in der nördlichen Oberpfalz beheimatet ist, hat seine 4 Pferde im Reitstall Beierl in Frauenricht untergebracht und findet dort auch ideale Trainingsbedingungen vor. Wöchentlich muss mit jedem Pferd mindestens fünf Mal gearbeitet werden. Der Erfolg stellt sich nämlich auch in dieser eher Außenseiter-Reitsportart nicht von alleine ein.